Mission Statement

I am a Jack of all trades in technology and I believe in the power of prototyping to evaluate business models.

My mission is to solve hard technical or conceptual problems. Therefore I either build and operate stuff very efficient by myself as a software engineer or work together with startups and entrepreneurs, tackling their technical challenges as a business designer.

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Agile Projektplanung mit Jira für Agenturen

Wenn wir eine Anfrage für ein Projekt haben, bei dem schon absehbar ist, dass es in Dimensionen jenseits von 50 Manntagen geht, wenden wir grundsätzlich einen agilen Entwicklungsprozess an, nämlich Scrum. Um unsere Projekte und deren Backlog zu managen, verwenden wir grundsätzlich Jira. Und für die agile Planung nutzen wir Jira Agile. Eben jenes Produkt hieß früher mal Greenhopper und hat seit 2011 einen riesigen Sprung gemacht.

Team

Haben wir also eine spannende Aufgabe bekommen, dann nehmen wir uns ca. eine Stunde mit genau dem Team Zeit, welches auf dem Projekt arbeiten wird. Üblicherweise ist das (neben mir):

User Stories

Wir beginnen dann ganz bei Null und überlegen uns User Stories zu dem Produkt. Das fängt meist ganz Basic an:

Der Nutzer kann sich mit Facebook einloggen und sieht sein Profilbild.

Davon ausgehend bauen wir gemeinsam ein mentales Modell des Produktes auf und schreiben jede User Story dazu auf. Wir clustern die Stories in verschiedene Epics.

Neues Epic in Jira Agile erstellen.
Neues Epic in Jira Agile erstellen.
Neue User Story in Jira Agile erstellen.
Neue User Story in Jira Agile erstellen.

 

Tasks

Wir bauen uns aber nicht nur ein mentales Modell davon auf, was der Nutzer im fertigen Produkt durchläuft, sondern überlegen auch schon, welche anderen Tasks und Deliverables noch mitspielen.

Tasks sind zum Beispiel Wireframes für Eingabe-Masken oder wie wir konkret die Abstimmung des Styles vornehmen.

Wenn uns dabei auffällt, was noch unklar ist, dann nehmen wir auch hier die Frage gleich mit auf.

Aufwand

Sind wir mit den User Stories durch, schätzen wir zu jeder Story und zu jedem Task den Aufwand in Manntagen ein. Da fällt auch schon der Aufwand mit rein, den wir für die Kundenabstimmung vermuten. Hin und wieder fällt uns auch in dieser Phase erst noch die eine oder andere Story dazu ein. Aber das ist ja jetzt kein Problem.

Pricing

Wir bepreisen dann die einzelnen Epics nach dem geschätzten Aufwand und erstellen eine Präsentation mit allen Epics und deren User Stories. Eine perfekte Basis um dies mit dem Kunden durchzugehen und gegebenenfalls zu ergänzen. Durch das Clustern in Epics ist das Pricing auch modular und für den Kunden besser nachzuvollziehen.

Aber das wars auch schon, was wir in Vorleistung gehen. Wir benötigen kein 100seitiges Lastenheft und können bei einer Beauftragung direkt loslegen. Denn: Wir wollen ja ein komplexes Projekt nicht noch komplexer Planen, sondern lieber über konkrete Dinge reden.

Wenn wir für diese Konzeptionsphase bezahlt werden, dann liefern wir zu der Präsentation auch gerne noch einen ersten Vorschlag für ein Layout mit, damit der Kunde auch unsere Vision versteht.

Fazit

Durch dieses Vorgehen schaffen wir es, dass das ganze Team das selbe mentale Modell vom Produkt und dem Prozesses dorthin hat. Selbst wenn wir das Projekt nicht gewinnen, ist es immer wieder eine schöne Übung, wenn man im Kopf schon mal durchgeht, wie man gewisse Herausforderungen lösen möchte.

Und was ich dabei fast am wichtigsten finde, ist, dass wir auch das Silodenken etwas aufbrechen – vor allem der Accountmanager gewinnt massiv an technischem Verständnis und sieht wo Hürden liegen und warum welche Stories wie teuer ist. Das bringt ihn selbst weiter und gibt ihm Vertrauen und Sicherheit gegenüber dem Kunden.

Unser Vorgehen, dass ich hier beschrieb, ist aber im Prinzip unabhängig von dem Tool. Es macht nur mehr Spaß damit ;) – Hat man die User Stories schon dort erfasst, kann man nämlich auch direkt die Sprintplanung damit machen.

Sprintplanung in Jira Agile: Einfach einen Sprint erstellen und die Stories nach oben ziehen.
Sprintplanung in Jira Agile: Einfach einen Sprint erstellen und die Stories nach oben ziehen.

01.03.2014

3 thoughts on “Agile Projektplanung mit Jira für Agenturen”

  1. Interessanter Artikel. Aber wenn ihr ungefähr 1 Stunde für die Definition der Epics und die Aufwandsschätzung verwendet, kann das ja nur ein ganz grober Richtwert sein. Die genau Ausgestaltung, bzw. feine Detaillierung kommt dann ja erst während des Projektes.

    Folglich kann ich keinen Festpreis zu Beginn für den Kunden anbieten, nur einen ganz groben Kostenrahmen/Budget. Entweder habt ihr nur Traumkunden, oder mache ich/wir was falsch. Zu 99% wollen unsere Kunden – auch auf Konzerngröße – genau bis auf den letzten Cent definierte Festpreise.

    Wie ist denn hier euere Vorgehensweise?


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