Mission Statement

I am a Jack of all trades in technology and simultaneously involved in multiple roles in multiple startups.

In the last 10 years I have been co-founder, CTO, managing director, shareholder, technical advisor, board member, angel for tech startups and mentor, coach and lecturer for the people behind them in the tech scene.

Besides my engagements I am currently building v01.io - a prototyped startup for startup prototyping.

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Abrechnung und Vertragsarten bei agilen Softwareprojekten

Ein Thema, über das man ungerne redet: Verträge und Abrechnung. Denn wie rechnet man agile Softwareprojekte am sinnvollsten ab? Vor allem wenn der Aufwand 100 oder mehr Manntage beträgt, ist es fast unmöglich einen fairen Preis zu finden. Im schlimmsten Fall versucht man dann, ein ohnehin schon sehr komplexes Projekt, noch komplexer zu planen und geht massiv mit Konzeption in die Vorleistung. Aber dabei gibt es doch schon einige Standardsituationen, an denen man sich orientieren kann. Disclaimer: Das ist natürlich keine Rechtsberatung. Der Beitrag ist angelehnt an einen Vortrag der agilen Mayflower Profis – nur war der in der Präsentationsform etwas unübersichtlich :) Für noch mehr Lektüre sei das entsprechende Buch Der agile Festpreis* empfohlen.

Zielsetzung

Vertragsarten

Festpreis

Das ist deutsches Werkvertragsrecht aus einer Zeit, als es noch keine Softwareentwicklung gab.

T&M – Time & Materials

Das ist das andere extrem. Je nach Situation, Klarheit von Anforderungen, Möglichkeiten des Kunden, kann reines T&M Sinn ergeben. Ist aber meist für einen Erstauftrag bei uns nicht möglich.

T&M mit Abbruch

Vorteile für beide Seiten, Kooperation wird gestützt.

“T&M on Steroids”

Ergebnis: Verkettung beider Seiten in Kooperation. Der Kunde überlegt sich sehr genau, wann er einen Sprint nicht bezahlt. Der Dienstleister hat ein Interesse an guter, ergebnisorientierter Arbeit.

Agil mit Festpreis

Gewährleistung verteilt sich auf mehrere Mini-Gewerke statt auf ein großes Gewerk. Entkopplung der Bezahlung von Gewährleistung/Abnahme. Nur wenn im Nachhinein, also im Betrieb, etwas Abgenommenes nachweislich nicht stimmt, muss kostenlos gefixt werden.

Money For Nothing, Changes For Free

Lohnt sich nur bei Business-Value Optimierung! Und nur wenn klar ist, dass das Budget nicht bis zum Ende augebraucht werden soll. Lohnt sich nicht, wenn das Budget sowieso gut und sinnvoll genutzt werden kann.

Fazit

Am wichtigsten ist, dass keine Gewährleistung auf ein ganzes Produkt gegeben wird, sondern das Risiko auf einzelne User Stories / Features heruntergebrochen wird. Weil man als Dienstleister sonst in die Problematik kommt, dass ständig neue Features gewünscht sind. Ist das Budget dann mal fix definiert, können einzelne Features immer noch getauscht oder anders priorisiert werden.

01.03.2014

4 thoughts on “Abrechnung und Vertragsarten bei agilen Softwareprojekten”

  1. Es sollte im Fazit neben den User Stories / Features auch “Inkrements” (kleinteilige aber überprüfbare “Teilprodukte”) in Betracht gezogen werden.

  2. Spannend geschrieben.

    Besonders die ersten Beiden sind sicherlich interessant “Festpreis” und “Time & Material” (lässt sich sicherlich mit “Bezahlung nach Aufwand” übersetzen).

    Die anderen Abrechnungsmodelle sind sicherlich auch anwendbar. Meistens machen das meiner Meinung nach grosse Unternehmen oder deren IT Abteilungen/ Fachabteilungen, welche eine Art Absicherung haben wollen, gegenüber Management-Rückfragen.

    Alles hat sicherlich seine Legitimität :)

    Vielen Dank für die Übersicht.


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