Wo ist die Community? Im Zeitalter von „Media that happens to be social“!

Social Media wird zum reinen Reichweitenkanal

Die Hoffnung war ja, dass die sozialen Medien – und die damit einherkommende digitale Disruption – dafür sorgen, dass sich das Marketing wieder stärker auf seine ursprüngliche Aufgabe konzentriert: Die Stimme der Konsumenten zu repräsentieren.

Heute steht das “Media” in Social Media stärker als je zuvor für das englischsprachige, reichweitenstarke “Media” und beschreibt in erster Linie Medialeistung (im Sinne von bezahlter Werbung).

Wir arbeiten nicht mehr nur mit einem sozialen Medium, sondern ebenso mit einem Reichweitenkanal, der nebenbei auch Social ist, weil die Menschen sich dort unterhalten. Doch am Ende geht es auch 5 Jahre später immer noch nur um Reichweite.

Bloß keine Innovation!

Schritt für Schritt wurde Social Media in die altbekannten Marketing- und Sales-Prozesse integriert: Einem Facebook-Posting wurde nicht nur ebenso viel Aufmerksamkeit geschenkt wie einem TV-Spot zur Primetime, nein, auch die Strategie dahinter wird immer noch Top-Down gedacht.

Auf Kundenanfragen wird zwar mehr oder minder eingegangen – allerdings werden diese mehr als lästiges Übel gesehen, statt als Insight. Und ständig im Nacken: Die die Angst vor einem drohenden Shitstorm.

Was bedeutet es, Im Jahre 2015 Social Media Manager in einem großen Unternehmen zu sein?

Vor allen Dingen Einzelkämpfer zu sein! Denn heutzutage ist der Social Media Manager in der schwierigen Situation, seine Arbeit sowohl verteidigen, als auch deren Wichtigkeit argumentieren zu können und zu müssen.

Und so sitzt der Social Media Manager vor seinen Dashboards und wringt das letzte bisschen Reach und Engagement aus der kostenlosen Reichweite der Kanäle. Weniger Beachtung findet die Tatsache, dass der Social Media Manager intern auch zahlreiche Veränderungen anzuschieben hat. Aus einem einstigen Enthuisasten wurde ein Zahlenmensch. Wie ein Banker. Hauptsache kein Shitstorm.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

2 Gedanken zu „Wo ist die Community? Im Zeitalter von „Media that happens to be social“!“

  1. In der kommerziellen Nutzung war und ist FB ein Traffic-Lieferant. Durch das einzigartige Targeting sogar ein wunderbarer, imho konversionsstärkerer Kanal als Adwords und viele andere Alternativen.

    Und im Marketing&Sales waren wir immer schon Zahlenmenschen :-) Ich würde die Entwicklung daher nicht so negativ sehen, wie du oben beschrieben hast.

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