Push-Ökosystem – Implikationen der Apple Watch

These: Mit der Apple Watch bekommt das Geschäft um Push-Notifications einen gewaltigen Boost. Wir werden in mittlerer Zukunft wir nicht mehr nach Informationen suchen, sondern die Informationen werden uns finden. Noch bevor wir wissen, dass wir sie benötigen.

Push Notifications werden unser zentrales Kommunikationsmedium

Haupt-Player in diesem neuen Markt der Notifications scheinen auf den ersten Blick natürlich Apple und Google mit Android sein. Aber spannend ist auch Facebook zu beboachten, die mit ihren Diensten aktuell sogar ein von der Hardwareplattform unabhängiges Ökosystem erschaffen. Aus diesem Grund wurden bestimmt auch gerne 22 Milliarden für WhatsApp bezahlt obwohl man parallel den Facebook Messenger weiter ausbaut.  Bei diesem Beispiele und bei allen anderen Messengern darf eines nicht vergessen werden:Den Diensten geht nicht darum, dass Nutzer mit ihren Freunden chatten können, sondern das die Anwendung selbst möglichst breit im Push-Ökosystem aufgestellt ist.

Push Notifications beerben Apps

Für Unternehmen reicht es bereits heute nicht mehr nur aus, nur eine App zu betreiben. Selbst wenn sie im Appstore gefunden wird, fristet sie ein tristes Dasein, wenn sie sich nicht regelmäßig einen Grund für die Benutzung bietet. Aber damit eine Anwendung  eine Rechtfertigung hat, den Nutzer über Notifications zu reaktivieren, müssen diese auch einen Nutzen bieten. Zum Beispiel weil meine Freunde auch die bei einem Dienst aktiv sind.

In Zukunft werden sich immer mehr Apps über Notifications melden. Parallel wird der Mehrwert und Intelligenz der Notifications steigen. Basis dafür ist, dass die zugrunde liegenden Dienste immer intelligenter werden. Und die Dienste  reagieren darauf, indem sie immer noch mehr Daten erfassen um noch mehr über ihre Nutzer lernen.

Der Konsument wird entscheiden, welche Dienste ihm so nah kommen dürfen

Ja, wir sind alle etwas genervt von Push Notifications. Zumindest momentan. Weil viel davon Spam ist. Außer natürlich, was uns unsere Freunde in Messengern schreiben. Na gut, manchmal sogar das. ;) Aber wenn in Zukunft bei jeder Notification unser Arm vibriert, überlegen wir uns zweimal, welcher Anwendung wir das Recht dafür einräumen.

Dieser neue Relevanz-Filter wird zum Selektionskriterium guter digitaler Dienste werden.

Schaut man mal etwas in die Zukunft, stehen wir sogar noch ziemlich am Anfang:  Computer entwickelten sich von raumeinnehmenden Monstern hin zu Boxen unter unseren Schreibtischen, von dort auf unsere Schöße und anschließend in unsere Hosentaschen. Nun tragen wir sie noch eine Weile am Arm, bevor wir sie im nächsten Schritt dann direkt  an unsere Gedanken ankoppeln.

Eine Spannende Zukunft. Johnny wagte die These, dass wir schon auf der re:publica sehen werden, ob die Watch sich durchsetzt. Wie seht ihr das?

(Foto-Credits gehen an  mein Handgelenks-Modell Julia)

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

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