Konsumgüter und diese digitale Transformation: Ein Missverständnis.

Wenn ich mich mit Kunden und potentiellen Kunden über Themen wie ein Social CRM oder CRM im Allgemeinen unterhalte, dann höre ich immer, dass es für  die eigenen Produkte ja keinen Sinn ergibt.

Bullshit! Und eine viel zu einfache Antwort!

Unternehmen, die Konsumgüter, wie z.b. Naschzeug oder Hygieneartikel herstellen, müssen sich Gedanken machen wie sie mehr Touchpoints ihrer Wertschöpfungskette kontrollieren können. Weil sonst können sie nicht nachhaltig digitalisieren. Aktuell stellen sie ihre Waren her und vertreiben diese über Handelsunternehmen. Das ist ein Problem.

Schauen wir uns mal Starbucks an. Denen gehören sämtliche Touchpoints der Wertschöpfungskette. Von der Kaffee-Produktion bis hin zum einzelnen Laden und jeder einzelnen Kaffee-Tasse. Deshalb können sie aktuell ziemlich gut digitalisieren:
Sie führen Apps ein, die perfekt den Kunden an das Unternehmen binden. Dahinter liegt ein massives CRM System, welches über uns Kunden lernt. Starbucks weiß in mittelbarer Zukunft, welcher Nutzer was, wie viel und wo kauft. Anschließend kann Starbucks individuelle Werbung auf allen möglichen Kanälen wie z.B. Facebook oder per E-Mail ausspielen.

Welche Chancen gibt es?

Konsumgüterhersteller könnten ihren eigenen Online-Shop aufbauen. Das Problem dabei sind die geringen Margen, kleine Warenkörbe und hohen Versandkosten. Aber wer dieses Problem löst, hat eine richtig gute Chance.
Eine Alternative sind eigene Stores. Man könnte als Konsumgüter-Hersteller mit einem Flagship-Store starten und dann expandieren. Langnese macht das mit ihren Happiness-Stations in Einkaufszentren schon ziemlich gut. Könnte ich mir mein Eis jetzt vorher schon über eine App zusammenstellen und anschließend in Facebook sharen..

Viel Bewegung im Markt.

Bestehende E-Commerce Anbieter haben es natürlich besonders gut. Ihnen gehört die Plattform. Dort kann man schon heute den kompletten Customer Lifecycle tracken – und das passiert auch schon. Zum Teil sogar bei Retailern. Aber auch Handelsunternehmen haben aktuell eine gute Chance, da der Konsument in ihren Läden immer digitaler wird. Problem ist allerdings, dass auch das Handelsunternehmen nicht alle Punkte der Wertschöpfungskette kontrolliert – denn sie stellen die Produkte nicht her.

Deshalb sehe ich aktuell die größere Chance bei den Konsumgüterherstellern: Sie haben die entsprechende Marke und die Fähigkeit, das Produkt noch zu drehen.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

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