Content Marketing: Ein ungeeignetes Buzzword

Was heutzutage und vor allem im letzten halben Jahr einen Hype als „Content Marketing“ erfährt, sind Praktiken die bei Social Media Agenturen und dem Betreiben von Kanälen in sozialen Netzwerken schon seit jeher praktiziert werden: Nämlich sich zu überlegen, was die Leute da draußen wirklich interessiert. Der Hanser Verlag ruft zur Blogparade: Content Marketing – Heilsbringer oder Hydra? Und ich antworte.

Digital benötigt Inhalte. Schon immer.

Digitale Medien werden von uns im allgemeinen zum Kommunizieren verwendet. Wir lesen und schreiben. Und wer möchte, dass im Internet über einen gesprochen wird, muss den Menschen entsprechende Anreize geben. Irgendwann wurde dann auch mal verstanden, dass es nicht wirklich ein Anreiz ist, lediglich sein Produkt im Internet zu positionieren. Mit dem Aufkommen von Blogs und Social Networks wurde dann hochwertiger Content geschaffen.

Mein liebster Teeversand Pure Tea hat schon 2009 in kleinen Videoclips erklärt, wie man Tee verkostet und auf was dabei zu achten ist. Richtig eingesetzte Blogs waren quasi die Urform des Content Marketings. Auch ohne Buzzword dafür.

Und dafür braucht es kein Buzzword.

Es ist zwar schön, dass sich im Zuge von Content Marketing Gedanken über die Bedürfnisse der Zielgruppe gemacht wird, und das diese einen Einfluss auf die Inhalte nimmt. Aber warum erst dann? Und warum wird das Vorgehen nur darauf beschränkt? Die Bedürfnisse der Zielgruppe müssen doch komplett jeder Handlung eines Unternehmens Zugrunde liegen. Nicht nur dem Content.

Content Marketing kann durch die Definition von Zielgruppen auch nichts mehr rausreissen, was nicht in allen vorgelagerten Schritten auf Unternehmensebene gelebt wird. Und dann ist Content Marketing auch kein losgelöstes Tätigkeitsfeld sondern logische Konsequenz.

Empathie ist wichtiger als Trends

Klar kann man Content Marketing machen. Man kann auch „Social machen“. Oder SEO. Jede „Lehre“ des digitalen Marketings kann adaptiert werden. Und wahrscheinlich nützen sie sogar noch. Zumindest ein bisschen. Also, zumindestens ein mehr, als gar nichts davon zu adaptieren.

Aber man kann auch einfach mal „Empathie machen“. Selbst interessiert bei neuen Kommunikationsmitteln dabei zu sein und den Kunden über eben jene Mittel zu erreichen, die für ihn selbstverständlich sind. Wer ihnen dann noch authentische Inhalte liefert, braucht keine Modewörter sondern arbeitet intuitiv richtig.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

4 Gedanken zu „Content Marketing: Ein ungeeignetes Buzzword“

  1. Ja, Content Marketing. Viel diskutiert, oftmals überschätzt. Und dennoch sorgt das Buzzword dafür, dass sich (vor allem kleinere) Unternehmen Gedanken darüber machen, was ein Online-Mehrwert für die Kunden überhaupt bedeuten könnte. Für viele ist Web-Publizieren nach wie vor, die vermeintlichen Vorteile der eigenen Produkte aufzuzählen, nicht mehr. Die Hoffnung bleibt, dass „Content Marketing“ nach und nach auch auf die Unternehmenskultur ausstrahlt..

    1. Ja, es hilft den kleinen Up to Date zu bleiben. Besser als nichts zu machen. Ich denke aber nicht, dass es auf die Unternehmenskultur ausstrahlt, sondern das die Unternehmenskultur dem digitalen Wandel an sich nachzieht. Und davon ist Content Marketing dann die Konsequenz. ;)

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