Blogger Relations: Zieht euch eine Hose an, wir müssen reden.

Ich bin vielleicht drei Monate zu spät dran, möchte mich aber trotzdem mal noch der Blogparade bzgl. Blogger Relations von Mike Schnoor anschließen. 

Wir reden bei uns in der Agentur ja viel über Blogger Relations. Oft wird der Wunsch auch von einem Kunden an uns herangetragen. Problematisch ist aber immer, wenn man das Thema kurzfristig als Seeding vorantreiben möchte. Überhaupt ist kurzfristig hierfür schlecht. Es steckt ja bereits im Namen das Wort „Relations“, also Beziehungen. Beziehungen baut man für längerfristig auf. Beziehung werden von beiden Seiten am Leben gehalten – im Optimalfall. Ich bin da ganz bei den Definitionen von Johannes Lenz bezüglich Influencer Relations. 

Wir müssen reden

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich es am zielführendsten finde, wenn ein Unternehmen die interessanten Blogger/Youtuber ohne eigene Erwartungen einfach mal einlädt und offen mit ihnen redet, wie beide Seiten voneinander profitieren können.

 

Die Blogger haben ja auch Ziele, bei denen man sie unterstützen kann. Vor allem wird das Unternehmen, deren Einladung die Blogger folgen, ohnehin schon eine gewisse Attraktivität ausstrahlen, sonst würden sie nicht kommen. Denn Blogger möchten ja auch etwas von dem Unternehmen. Seien es Produkte, möglichst als Erster, oder nur die Möglichkeit als Meinungsführer Einfluss nehmen zu können.

Im Optimalfall sind Blogger Relations so transparent, dass man sogar im eigenen Blog drüber schreiben kann. McFit hat das sehr sympathisch getan. So spricht man nämlich mit anderen Bloggern direkt auf Augenhöhe.

Und wenn es doch mal schnell gehen muss?

Wie schon geschrieben, eignen sich Blogger Relations eher schlecht für kurzfristiges Seeding von z.B. einer Kampagne. Wenn man nur über Zahlen und Reichweite redet, geht der wirkliche Nutzen von Blogger Relations auch ein wenig unter. Solche Schnellschüsse haben oft das Problem, dass man entweder auf Blogger und Bloggernetzwerke geht, die sich ständig kaufen lassen und deshalb wenig Glaubwürdigkeit haben. Dann hat man zwar Reichweite, hat aber nichts von der Reichweite.

Auf der anderen Seite besteht auch immer die Gefahr, dass man genau das Gegenteil erreicht und ein authentischer Blogger negativ über die Offerte des Unternehmens oder einer Agentur schreibt.

Für kurzfristiges Seeding eignen sich die Werbeformate unserer sozialen Netzwerke viel besser. Es gibt sogar die Meinung, dass Konsumenten sich an Inhalte eher erinnern, wenn diese von engen Freunden anstelle von großen Influencern kommen. Für einen kurzfristigen Push ergibt es also viel mehr Sinn, auf eine breite Masse zu gehen.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

2 Gedanken zu „Blogger Relations: Zieht euch eine Hose an, wir müssen reden.“

  1. Hallo Klaus,

    vielen Dank für die freundliche Erwähung unserer McFIT YouTuber-Aktion in deinem Blog. Wir hatten uns einfach überlegt, das transparent zu machen, weil alle über Blogger Relations / Influencer Relations sprechen und schreiben, aber nur wenige tatsächlich mal praktische Beispiele bringen. Ich bin übrigens ganz deiner Meinung: kurzfristige Seedingmaßnahmen haben nichts mit Beziehung zu tun (es sei denn, man kennt die Blogger schon lange und bindet sie ein). Das geht dann eher in Richtung alternative Werbeschaltung.

    Viele Grüße,
    Nils
    McFIT GmbH

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