Eine Woche mit einem Androiden

Das Nexus 4 gab es zuletzt zum unschlagbaren Preis von 200€. Da es den Testing-Pool von buddybrand perfekt ergänzt, haben wir uns das geholt. Ich habe es jetzt auch mal eine Woche privat getestet und mich meinem Android-Rassismus gestellt. Inspiriert dazu wurde ich durch diesen Blogeintrag von 37signals.

Android

Die Systemservices von Android waren alle smooth und ok.

  • Statistiken über Akku und Speicher sind nett, bieteten im Alltag aber auch nicht direkt einen Mehrwert. Auf die meisten Dienste kann man ja auch nicht verzichten, nur weil man weiß wie viel Akku sie ziehen.
  • Google Now überraschte angenehm.
  • Swipe war mir zu langsam, da man nach jedem Wort erst mal schauen musste ob es auch richtig erkannt wurde, bevor man weiter tippen konnte.
  • Die sonstigen Google Services sind auch alle perfekt integriert. So möchte man das.
  • Die Übergabe von Daten wie Bildern in andere Apps hinein ist schon deutlich smoother als auf dem iPhone.
  • Meine Lautsprecher betreibe ich Zuhause via Airplay. Das ging natürlich nativ nicht. Blöd, aber jetzt nicht direkt ein Vorwurf.

Apps

Grundsätzlich war ich zufrieden. Es gab alles Apps, die ich brauchte. Und man kommt damit auch gut über die Runden. Den meisten fehlten allerdings Features oder Sachen waren fehlerhaft implementiert. Und das eigentlich bei Diensten, von denen man mehr erwartet.

  • Die Nike Running App stürzte regelmäßig ab und hatte Probleme beim Synchronisieren.
  • In Evernote konnte ich keinen Kamera-Fokus setzen beim Bilder machen.
  • Bei Instagram konnte ich die Bilder nicht frei drehen.

Für andere Dienste brauchte ich Ersatz: Unter anderem für Podcasts und Nahverkehr. Aber hier war die User-Exerperience durch die Bank weg schlecht bis unbrauchbar. Alles nur verkopfte Java-Scheisse – Die Schönheit des Source-Codes war wohl wichtiger als das User-Interface.

Da aber andererseits bei Chrome, Twitter und Facebook alles problemlos funktionierte, scheint mir, dass meistens vermutlich einfach nicht die notwendige Manpower in Android investiert wird. Irgendwie auch verständlich, hat sich trotz der höheren Verbreitung in einigen Studien gezeigt, dass iOS-Nutzer die kaufkräftigere Kundschaft sind.

Hardware

Der Hardware des Nexus 4 an sich merkt man das Alter deutlich an. Das Display ist sehr ungenau und die Kamera war das Elend schlechthin.

Das Gehäuse empfand ich als sehr verwirrend, denn die gewohnte Vertiefung des Home-Buttons fehlte. Nachdem es aus der Tasche gezogen war, musste man sich erst mal orientieren bis man den seitlichen Knopf zum einschalten findet. Und dann muss man diesen auch noch sehr präzise fokusieren. Es war mir vorher auch nicht so direkt bewusst, aber durch den markanten Home-Button des iPhones weiß man unterbewusst direkt, wo oben, unten, vorne und hinten ist.

Fazit

Das Experiment an sich bereue ich auf jeden Fall nicht, auf Dauer möchte ich allerdings (noch) nicht wechseln. Mit einer besseren Kamera hätte ich es vermutlich auch noch länger durchgehalten.

Und als System ist Android an sich ja auch okay, aber man merkt, dass es bei den meisten Services eben Android hinter iOS die zweite Geige spielt.

Als nächstes würde ich das gerne mit einem Windows-Phone, wie z.b. dem Nokia Lumia 1020 ausprobieren. Hier wird es sicherlich auch nicht an der Kamera mangeln. :)

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

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