Mein Gerät: ASUS RT-AC68U

Heute möchte ich mal von einer Neuanschaffung aus dem letzten Jahr berichten. Und ganz nebenbei auch ein wenig von der vermutlich nicht ganz so typischen Netzwerkinfrastruktur einer Berliner Stadtwohnung erzählen. Also, bei der Neuanschaffung handelt es sich um meinen neuen Router Asus RT-AC68U*. Kryptischer Name, aber laut vielen Tests anscheinend genau der Router, den man momentan haben möchte und laut eigener Angabe der schnellste W-LAN Router der Welt.

Wir haben eine relativ langgezogene Berliner Altbauwohnung von 70qm und sind jeweils zwei Katzen und zwei Menschen. Jeder Mensch besitzt wiederum je ein iPhone, iPad und MacBook. Was in Berlin auch sehr nervig ist, dass jede Wohnung zwei bis fünf W-Lans offen hat. Wir jedenfalls hatten immer Probleme mit dem Empfang im Schlafzimmer. Bisher hatten wir dafür einen Repeater von Fritz* eingesetzt, aber die Lösung war mehr schlecht als Recht. Hohe Latenz und ständig Probleme mit Bonjour.

Ich habe hier mal unser Setup anskizziert. Es mag vielleicht etwas komisch anmuten, aber, Ja, da ist ein Netzwerkswitch am Fernseher! Ich wollte die ganzen Geräte nicht auch noch ins W-Lan einbuchen. Zum einen wegen ihrer eigenen Performance, aber auch der anderen Geräte.

Die Netzwerkinfrastruktur unserer Wohnung
Die Netzwerkinfrastruktur unserer Wohnung

Eckdaten

  • 2.4 Ghz & 5 Ghz + Gästenetzwerke für beide Frequenzen
  • WPS
  • VPN
  • 4 x 1GB Ethernet
  • 1 x USB 2.0
  • 1 x USB 3.0
  • 1 x WAN (bzw. 2x WAN bei 3 x 1GB Ethernet)

Gehäuse

Das Gehäuse, wie ihr es oben neben unserem Kater Luca seht, kommt in schwarz mit diamantener Musterung daher. Ich habe schon einige Menschen getroffen, denen das sehr gefällt. Manchen gefällt es allerdings nicht so sehr. Meine Freundin akzeptiert es, von daher ist das schon okay. Mir ist das nicht so wichtig. Die Antennen sind angenehm groß. Auch, wenn das natürlich nichts aussagt. Schließlich muss die Länge der Antennen ja auch immer auf die entsprechende Frequenz abgestimmt sein.

Das es sich um ein ASUS Produkt handelt, fällt höchstens dadurch auf, dass es in bester Casemodder Tradition hinten mit LEDs beleuchtet ist. Es gibt aber einen Schalter, um diese abzuschalten – Glück gehabt :)

Das Interface kommt sehr aufgeräumt und angenehm dunkel daher. Ich werde im folgenden nicht auf alle Menüpunkte eingehen, aber auf die wichtigsten.

Betriebsmodi

Betriebsmodi des ASUS RT-AC68U
Betriebsmodi des ASUS RT-AC68U

Sehr genial finde ich, dass man mit einer einfachen Auswahl dem Gerät eine von mehreren Betriebsmodi verpassen kann.

  • Router – Das lokale Netzwerk wird vom Internet getrennt. Dazu wird ein eigener IP Adressraum aufgemacht und das Gerät vergibt als DHCP Server die IPs.
  • Repeater – Ein bereits existierendes W-Lan wird verstärkt.
  • Access Point – Das bestehenden Netzwerk wird um ein W-Lan in der selben IP Range erweitert.
  • Bridge – Zwei Netzwerke mit unterschiedlichen IP Ranges verbinden.

Ich betreibe das Gerät als Access Point. Die Router Funktionalität macht die Kabel Deutschland Box. Das muss bei uns so sein, damit wir auch auf die per Ethernet angebundene Apple TV (Ethernet) steamen können. Am liebsten hätte ich das Gerät ja als Router, um darüber auch DHCP abzuwickeln. Leider funktioniert das wegen der Kabellängen nicht. Die meisten von euch werden ihn vermutlich als Router einsetzen.

Netzwerk

Netzwerkeinstellungen des ASUS RT-AC68U
Netzwerkeinstellungen des ASUS RT-AC68U

Was mir aber sehr positiv aufgefallen ist, und was wohl am wichtigsten für euch ist: Die W-Lan Settings können sehr sehr feingranular vorgenommen werden. Es kann sogar angegeben werden, mit wie viel mW das Gerät senden soll. Man ist sofort geneigt, diesen Wert auf eine möglichst hohe Zahl zu setzen. Leider ist das kein Allheilmittel, denn es kommt ja auch immer auf die Sendeleistung der Clients an. ;)

An dieser Stelle sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass das Gerät sowohl einen VPN-Zugang ins Netzwerk bereitstellen kann, als auch mit 2 WAN Verbindungen klarkommt. Soll heißen, der „Router“ kann auch als lokaler Loadbalancer von zwei Internetanschlüssen verwendet werden oder einen Internetanschluss als Fallback nutzen.

USB

USB Features des ASUS RT-AC68U
USB Features des ASUS RT-AC68U
  • UPnP Media Streaming – Festplatten mit Mediendaten können von UPnP kompatiblen Geräten, wie z.B. der PS3 angesprochen werden.
  • Drucker-Server – Drucker können im Netzwerk verfügbar gemacht werden.
  • Time Machine – Festplatten können als Time Machine Backup verwendet werden.

Was hier nicht explizit aufgelistet ist, aber total viel Sinn macht: Ein 3G/4G USB Stick kann auch für eine Internetverbindung benutzt werden. Das ist natürlich der Knaller, da man so einen automatischen Fallback realisieren kann, wenn der eigentliche Internetanschluss mal wieder ein Problem hat.

Speedtest

Im 5Ghz Netzwerk übertrage ich von 20MB pro Sekunde von der Time Capsule. Das sind schon mal sehr gute Werte. Ich bezweifle, dass die Festplatte der Time Capsule überhaupt viel mehr hergibt. :) Auf dem iPhone 5 habe ich im 5Ghz Netz volle 95MBit Downstream pro Sekunde. Mehr gibt die Leitung nicht her.

Das sind schon mal sehr gute Werte für Zuhause. Aber ASUS bietet hier zusätzlich noch etwas Voodoo, weshalb die Performance mit entsprechend kompatiblen ASUS Geräten auf wahnsinnige 1300 Mbps (802.11ac 5 GHz) bzw. 600Mbps (2.4 GHz 802.11n) gepeitscht werden kann. Diese besitze ich aber nicht. Zum Vergleich: Das entspricht zwei ganzen 4K Streams.

Katzentest

Luca fühlt sich schuldig, weil er den Router umgeworfen hat.
Luca fühlt sich schuldig, weil er den Router umgeworfen hat.

Ich werde in Zukunft bei jedem Gerät, das ich teste, auch noch einen Katzentest machen. Denn schließlich sind wir hier im Internet, da darf man Katzen bei Tests nicht außen vor lassen.
Also: Der Katzentest wurde grundsätzlich bestanden. Der Kater zeigt von sich aus Interesse daran. Vermutlich liegt das an der angenehmen Temperatur, die das Gerät hat. Die Antennen sind auch weitgehend bissfest, hin und wieder muss man sie allerdings wieder neu justieren. Problematisch ist allerdings, dass das Gerät durch das Knabbern an den Antennen auch mal durch die Katze umgeworfen werden kann. Das gibt eine Pfote Abzug. Also 4/5 Pfoten insgesamt. Nicht schlecht!

Fazit

Ich habe zwar viele nette kleine Features aufgezählt, aber was ja eigentlich zählt: Seitdem wir das Gerät haben, gibt es endlich satten, sauberen 5Ghz Empfang im Schlafzimmer. Das sagt wohl schon alles! Absolute Kaufempfehlung.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

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