Fitbit Flex: Einen Schritt(zähler) hinterher

Ich nehm es vorweg: Das Fitbit Flex* ist als Schrittzähler einen Schritt hinterher. Aber dabei hat alles so gut angefangen..

Wir hatten jedem Agenturmitarbeiter zu Weihnachten ein Fitbit One* geschenkt. Wir wollten die Awareness für den Trend der Wearables steigern und zugleich auch eine sportliche Competition ausrufen. Also habe ich seit Weihnachten ganz fleißig meine Schritte mit dem One* getrackt. Fitbit hat zu diesem Zweck auch ein echt schickes Dashboard.

Fitbit Dashboard
Fitbit Dashboard

Da ich ja nun mal für Triathlon trainiere, bin ich auch viel Schwimmen. Ich fand es etwas schade, dass ich den Tracker zum Schwimmen jedes mal abnehmen musste, da meine Schritte in der Umkleide und beim Duschen dann nicht gezählt wurden. Deshalb habe ich, nachdem ich den Bericht von Frank Müller las,  auch mal bei Fitbit gefragt, ob sie mir nicht ihr Armband zum Testen für einen Blogbeitrag zuschicken wollen. Und ja, das wollten sie.

Armband

Zuerst war ich verzückt. Nach zwei Monaten mit Schrittzähler an der Hose war es total entspannt, dass man beim Hosenwechsel nicht immer darauf achten musste, den Schrittzähler zu vergessen. Auch konnte ich endlich weniger umständlich meinen Schlaf damit tracken, denn beim One musste man jedesmal noch eine Manschette um den Arm legen.

Das Fitbit hat im Gegensatz zum Nike Fuelband* kein wirklich großes Display. Braucht es aber auch nicht. Das Plastik fühlt sich Okay an, aber ein klein wenig negativ wiegt die Tatsache, dass das Fitbit Flex* ein kleines Aluteil als Verschluss hat. Das kratzt auf Macbooks, da muss man aufpassen. Auch ist der Verschluss etwas fummelig zu verschließen. Und fühlt sich im gesamten wie eine Uhr aus Plastik an. Fuelband* und Jawbone machen das Band von der Haptik her besser.

Akku

Vom Fitbit One* war ich wochenlange Akkulaufzeit gewohnt. Etwas enttäuscht war ich dann schon, als das Fitbit nach nur sieben Tagen schlapp gemacht hat. Lag vermutlich an der Vibrationsfunktion, dachte ich. Doch dann wurde die Akkulaufzeit rapide immer kürzer. Ich hatte noch zwei mal fünf Tage, bis es dann ein paar mal nur noch 2 Tage gehalten hat und dann am Ende nicht mal mehr einen ganzen Tag.

Das war schlimm. Vor allem, wenn man sich selbst in einem persönlich hochkompetetiven Umfeld wie dem Schrittezählen befindet! Ich konnte doch jederzeit von jemandem  in der Statistik überholt werden!

Katzentest

Luca mit dem Fitbit Flex
Luca mit dem Fitbit Flex

Luca haut das Armband auch nicht vom Hocker. Für seinen Hals ist es leider etwas zu klein, ich konnte es nicht schließen. Leider ist es deshalb ständig abgefallen, weshalb ich hier keine belastbaren Ergebnisse liefern kann. Ein Fitnesstracker für Haustiere, das wäre doch mal was. Für Kinder gibt es das ja auch schon.

Fazit

Wenn tracken, dann lieber mit einem Armband (das funktioniert) als mit einem Tracker an der Hose. Aber nach einem halben Jahr ist die Luft aus dem Quantifizieren raus. Nachdem mein Armband kaputt ging, habe ich dann wieder eine Weile mit dem Fitbit One getrackt. Aber mit dem Schreiben dieses Artikels höre ich ganz damit auf. Alle potentiellen Konkurrenten aus der Firma und Freundeskreis haben mehr oder weniger aufgehört. Und alleine ist es ziemlich einsam an der Spitze.

Ich glaube die Grundproblematik liegt darin, dass man ein zusätzliches Gerät mit sich herumträgt. Diese Wearables müssen gesynced und aufgeladen werden. Das sind schon ziemlich hohe Hemmschwellen. Bei mir zumindest. Seit dem iPhone 5S kann man Fitbit mit dem Motion Coprozessor auch ohne Hardware nutzen. Das ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Ich quantifiziere mich jetzt erst mal über die von Facebook gekaufte Move App. Die läuft einfach so im Hintergrund und der Akkuverbrauch hält sich auch in Grenzen.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

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