Dateilos – Der digitale Nomade

Mit dem Jahreswechsel habe ich alle meine lokalen Dateien erst mal archiviert und schaue jetzt mal, wie weit ich nur mit Browser und Online-Diensten komme. Der Grund: Mir ist aufgefallen, dass von dem, was lokalen an Dateien herumliegt, selten etwas wirklich etwas von Dauer ist. Das sind doch nur irgendwelche Screenshots, die zugeschnitten werden oder mal ein PDF, das ausgedruckt wird.

  • Für Texte, Tabellen und Präsentationen nutzen wir bei buddybrand Google Drive und die dort integrierten Dokumente / Tabellen / Präsentationen. Keynote haben wir ganz abgeschafft. Privat nutze ich diese Tools auch, allerdings mit einem zweiten Account.
  • Programmierprojekte sind ohnehin immer in einem GIT-Repository.
  • Spotify ersetzt die lokale Musik Bibliothek.
  • Evernote hat mein gesamtes Wissen archiviert.
  • Die wirklich relevanten Bilder sind ohnehin in Facebook und Instagram. Backups meiner iPhone-Bilder kommen direkt ins Langzeitarchiv.
  • Und, ich bin jetzt kein Designer, aber selbst bei Adobe kann man die Daten auch direkt in der Cloud speichern.

Wenn ich nicht gerade programmiere, benötige ich lediglich einen Browser. Die Tools wie Spotify oder Evernote als OSX App sind dann lediglich Luxus. Zur Not funktionieren beide Dienste ja auch im Browser. Und wenn ich programmiere, benötige ich meinen Editor und die entsprechenden Entwicklungstools/Datenbanken lokal installiert. Aber das ist ja auch nur ein lokaler Zwischenstand. Per Default ist ja alles in seinem Git Repository. So ein Setup hat den Vorteil, dass ich nie alle Daten durch einen Crash auf einmal verloren gehen können und an jedem anderen Rechner sofort losgearbeitet werden kann. Ich unterscheide nicht zwischen Desktop und Laptop in Bezug darauf, was ich damit machen kann. Ich logge mich in den Browser ein und mache dort weiter, wo ich aufgehört habe. Im Prinzip ist ja alles, was wir an unseren Rechnern erstellen, pures Knowledge. Und das sollte nicht an einen einzelnen Rechner gefesselt sein.  Lokal herumliegende Dateien sind so 90er. Die gehen doch kaputt. Und verloren. Ich halte euch auf dem laufenden.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

1 Gedanke zu „Dateilos – Der digitale Nomade“

  1. 100% einverstanden.
    Habe erst gerade mehrere externe Festplatten teilweise geschrottet, teilweise verkauft und teilweise in ein NAS eingebaut.
    Das NAS steht aber kurz davor, für immer den Stecker gezogen zu bekommen.
    Kommt jetzt ein bisschen auf die Nutzung an.

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