Mission Statement

I am a Jack of all trades in technology and I believe in the power of prototyping to evaluate business models.

My mission is to solve hard technical or conceptual problems. Therefore I either build and operate stuff very efficient by myself or work together with startups and entrepreneurs, tackling their technical challenges.

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Gedankenexperiment: Spuren im Internet durch noch mehr Spuren verwischen?

Wir alle hinterlassen Spuren im Internet. Zeit sich einmal Gedanken darüber zu machen. Vorletzte Woche wurde publik, wie ein Browser-Addon seine Nutzer ausspäht. Denn der Browser-Verlauf sagt eine ganze Menge über uns. Ich glaube nicht, dass jemand der sich Mittags eine neue Richter-Robe kauft, Interesse daran, dass herauskommt auf welche Fetisch-Seiten er Abends klickt.

Jede Technologie wie z.B. Browser-Plugins, die Zugriff auf unser Surf-Verhalten benötigt kann und wird uns auch ausspionieren. Das schlimme dabei: Dies ist nicht reversibel! Sind die Daten einmal erfasst, wurden sie bestimmt schon beliebig oft reproduziert und verkauft.

Ihr habt nichts zu verbergen?

Mal abgesehen davon, dass “Ich habe nichts zu verbergen” die komplett falsche Reaktion auf Massenüberwachung ist, würde es doch erhebliche praktische Einschränkungen im Alltag bedeuten.

Ausmisten ist unumgänglich, aber trotzdem kann halt nicht auf alle Plugins verzichtet werden. Einen 100% Schutz gibt es auch nicht bei Anbietern, die vertrauenswürdig erscheinen. Solange die Codebase des jeweiligen Plugins nicht Open Source ist, kann jederzeit alles passieren.

Was tun wir jetzt dagegen?

Ich habe da einen kleinen Vorschlag. Ich habe ihn noch nicht komplett auf Umsetzbarkeit und Nebeneffekte überprüft, es ist mehr ein Gedankenexperiment. Aber er lautet in etwa: Es müsste an der Signal to Noise Ratio unseres Surfverhaltens geschraubt werden, bzw. nur genügend false positives erzeugt werden. 

Prekärer Traffic fällt ja vor allem deshalb auf, weil 1% prekärer Traffic (z.B. Porno-Seiten) aus 99% normalem Surfverhalten heraussticht.

Wenn nun das Verhältnis manipuliert wird und Nutzer künstlich ständig 50% prekäres und 50% normales Surfverhalten generiert, so kann niemand mehr genau sagen welches Verhalten wirklich vom Nutzer produziert wurde und welches künstlich produziert wurde.

Etwas praktischer Formuliert: Angenommen es gäbe ein Browser-Plugin, welches die ganze Zeit sowohl normale als auch prekäre Seiten ansurft, dann würde der eigene prekäre traffic gar nicht mehr oder zumindest nicht offensichtlich auffallen.

Die Herausforderung

Allerdings: Wie kann ein solches Plugin möglichst zufälligen Fake-Traffic erzeugen, ohne dass dieser später einfach gefiltert werden kann? Niemand generiert so gut Zufallszahlen, wie ein Mensch. Vielleicht können ja die eigenen Nutzer des Plugins getrackt werden um Fake-Traffic zu erzeugen. Wobei – lieber nicht ;)

Ich bin auf euer Feedback gespannt.

(Das Bild ist ist übrigens vom 29.12.2014 an der Ecke Brunnenstr. / Invalidenstr. in Berlin geschossen wurden.)

16.11.2016


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