Vergesst SMARTe Ziele. Verfolgt lieber Visionen!

Letzte Woche erst wieder von SMARTen Zielen gelesen: Ziele für 2014? Wie Ihnen SMARTIES bei der Umsetzung helfen. Überhaupt: Noch sieben weitere Beiträge – allein 2014! Erinnert ich ein wenig an den Realitätsabgleich im ersten Semester: Wenn die Professoren verzweifelt den Studenten irgendwie klar machen wollen, dass für die Uni auch etwas getan werden muss.

Ich mag SMARTe Ziele jedoch nicht. Es ist ein Framework, was zur Fehlervermeidung eingesetzt wird und keines, welches zur Steigerung von Produktivität eingesetzt wird.

Die große Falle liegt darin, dass es sich wie eine angenehme Abkürzung anfühlt. Ich definiere die Ziele SMART, also werde ich sie schon erreichen. Wieso soll etwas schief gehen? Ich habe mich doch an alle Tipps aus dem Blogbeitrag gehalten. Leider ist es das der Trugschluss.

Viel wichtiger als SMARTe Ziele zu formulieren, ist es eine Vision zu verfolgen und sich im klaren zu sein, wo man überhaupt hin will. Das ist vielleicht initial etwas schwerer, aber wer wirklich weiß, wo er hin will, verzettelt sich nicht in kleinen Zielen und muss kleine (künstliche!) Ziele auch nicht SMART formulieren.

Klar, grundsätzlich sollte man seine Vision und deren Erreichung messen können. Aber da reicht auch ein einfaches: „Wie messe ich den Erfolg?“. Alles andere ist Ballast.

Es macht auch nicht immer Sinn, ein Ziel in Zahlen aufzustellen. Da besteht dann die Gefahr, dass man sich zu früh mit etwas zufrieden gibt. Ich zitiere mich hier gerne auch nochmals selbst:

Kleine Analogie: Es ist ja auch ein Unterschied, ob man sich zum Ziel stellt, eine Zwei in französisch zu bekommen, oder man sich zum Ziel setzt, perfekt Französisch sprechen zu können. Bei Ersterem stirbt die Motivation vermutlich schon im darauf folgenden Schuljahr, nachdem man das erreicht hat. Bei Letzterem hat man ein Ziel, auf das man immer weiter hinarbeiten kann.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

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