Hinter jedem starken Mann steht ein starkes Backup

.. und hinter jeden starken Frau natürlich auch. Deshalb wollte heute mal zeigen, wie ich meine Backups strukturiere.

Kurzfristige Arbeitsdateien sind immer in der iCloud

Aktuelle Dateien, die ich jeden Tag benötige, sind in der Cloud. Das hat den nützlichen Effekt, dass sie sowohl gebackupped als auch auf beiden Rechner gleich verfügbar sind. Momentan benutze ich iCloud von Apple. Es gibt einen sehr nützlichen Trick, wie man Dateien im Dateisystem direkt in der iCloud ablegt:

Unter ~/Library/Mobile Documents befindet sich nämlich der lokale Speicher von iCloud in OSX. Hier kann man problemlos weitere Ordner erstellen, die überall gesynced werden. Meine persönlichen Ordner im Beispiel sind rot getagged. Der Rest ist der iCloud-Speicher der sonstigen Anwendungen.

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Ressourcentechnisch habe ich damit sehr viel bessere Erfahrungen gemacht, als mit Dropbox oder Google Drive, was ich beides vorher nutzte. Mir reichen auch die 5GB, die ich dort habe und ich brauche kein Tool eines Drittanbieters.

So viele Daten hat man ja auch gar nicht mehr, die man ständig braucht. Fotos kommen direkt ins langfristige Backup, Projekte sind in Git, Knowledge ist in Evernote und auch die Musik in Spotify braucht keine Backup.

Mittelfristige Systemsicherung mittels Timemachine

Meine beiden Systeme sichere ich stündlich via Apples Timemachine. Das hat gleich zwei Vorteile:

  • Durch die aktivierte Timemachine kann ich jederzeit bei überschriebenen oder aus Versehen gelöschten Dateien wieder zurückspringen.
  • Bei einem Defekt der Hardware, kann ich auf einem neuen System direkt dort wieder weitermachen, wo ich aufgehört habe.

Aber Timemachine ist nicht mein wichtigster Baustein. Lediglich ein mittelfristiger Baustein, der den Nerven gut tut. Inzwischen setze ich mein System fast lieber jedes mal neu auf und übernehme nur meine Entwicklungsumgebung. So viele Programme und Konfiguration braucht man ja auch gar nicht.

Langfristiges Offsite Backup in Amazon Glacier

Amazon Glacier ist wie Amazon S3 ein Dienst zum Speichern von Dateien (Hier gibts eine Übersicht über alle Dienste). Glacier ist im Gegensatz zu S3 dafür ausgelegt, die Daten dort langfristig zu speichern. Das zeigt sich vor allem im Preismodell: Der Upload und das Vorhalten kostet fast nichts. Teuer wird es aber, wenn Daten wiederhergestellt werden müssen. Für meine 170GB bezahle ich unter 4$. Das ist deutlich weniger als alle anderen Cloud-Lösungen.

Diese langfristige Daten sind in erster Linie persönlichen Erinnerungen. Ich habe sie auch nur einmal auf meinem großen Rechner und benötige sie im Alltag nicht zwingend. Fotos kommen immer direkt hier rein. Code-Fetzen und tägliche Arbeitsdateien werden einmal im Jahr dort archiviert .Ich nutze für die langfristige Speicherung eine Lösung in der Cloud, denn eine externe Festplatte bringt auch nichts, wenn das Haus abbrennt.

Als Tool dafür benutze ich Arq. Die Inspiration dafür bekam ich von Hukl. Und ich kann die positiven Erfahrungen nur bestätigen. Ich hatte noch nie Probleme. Und auch schon Dateien wiederhergestellt. Der Support ist auch sehr schnell auf Twitter!

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Fazit

Täglich genutzte Dateien müssen immer und überall verfügbar sein – langfristig müssen die  Daten möglichst effizient Offsite archiviert werden. Punkt.

Weiteren guten Input für Backups gibt die Podcastfolge „A Category Called General“ von Pragmatic.

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Veröffentlicht von Klaus Breyer

Hat Software Engineering studiert und 2010 die Social Media Agentur buddybrand mitgegründet. War dort bis 2015 als technischer Geschäftsführer / Chief Technology Officer verantwortlich für die Implementierung von Technologien und Innovationen im Marketing-Kosmos. Seit 2016 nun Mitgründer und CTO von BuzzBird, der #1 Plattfform für automatisiertes Influencer Marketing.

Immer auf der Suche nach Trends und technischen Herausforderung liegt der Fokus aktuell auf der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Engagements als Business Angel. Kann auch als Freelance CTO und Berater gebucht werden.

4 Gedanken zu „Hinter jedem starken Mann steht ein starkes Backup“

  1. Das mit Amazon Glacier finde ich super und das Tool war mir neu. Der perfekte Ort für meine Foto und Musiksammlung, die derzeit ziemlich unsicher nur auf der TimeCapsule rumgammeln.

  2. Hallo Klaus,
    ich hatte bisher immer S3 Backups mit der AWS CLI im Terminal gemacht. Das war aber recht langsam beim starten des Backups, wenn der Ordner viele Dateien enthalten hat. Nun werde ich mal Arq testen und hoffe, dass das besser und stabiler läuft :) Vielen Dank also für den Tipp.
    Gruß, Thomas

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