iphp14 & webtechcon

Das Ende der Homepage, wie wir sie kennen

Doppelt hält besser! Sowohl auf der International PHP Conference als auch auf der WebTech Conference vom 26. bis 29. Oktober im Holiday Inn City Centre in München bin ich mit folgender Session:

Das Ende der Homepage, wie wir sie kennen

Die Newsfeeds der sozialen Netzwerke lösen die altgedienten Lesezeichen ab. Besucher müssen nicht mehr auf einer Homepage “abgeholt” werden, denn sie springen direkt über die Links von ihren Freunden auf die Inhalte der Unterseiten. Noch dazu kommen die Nutzer auf verschiedensten Devices und haben dabei auch noch das Bedürfnis nach authentischen Inhalten. Bei der Konzeption sind deshalb die Kanäle, die zu einer Webseite hin- und wegführen, genauso wichtig wie die Navigationsstruktur.

Der Talk zeigt, wie der durch Social Media angereicherte Nutzer-Kontext immer mehr Einfluss auf die User Experience von Websites nimmt.

Inhalte:

  • Filterbubble: Die Mechaniken, die hinter den Social Media Newsfeeds Verwendung stecken.
  • Schlummerndes Potential: Welches Macht in den Referern der sozialen Netzwerke liegt.
  • Kontext bieten: Jeder Besuch einer Unterseite ist auch ein Erstkontakt!
  • Nutzungssituationen: Brauchen Smartphone Nutzer die gleichen Inhalte wie Desktop-Surfer?
  • Content Marketing: Reichweite in Social Media und SEO benötigen gute Inhalte.
  • Blick in die Zukunft: Mögliche Nutzungsszenarien für die Homepage
One Spark Crowdfounding Festival Berlin

One Spark Crowdfounding Festival

Ich habe die Ehre, beim One Spark Crowdfounding Festival (am 13.09. in der PLATOON Kunsthalle) ein Teil der Jury zu sein. Zusammen mit zwei anderen Juroren richte ich über die eingereichte Projekte der Kategorie Innovations. Weitere Kategorien sind Art, Science, Music und Technology.

Was One Spark ist? Also so ungefähr ist es wie Kickstarter: Menschen mit tollen Ideen werden mit Menschen zusammengebracht, die tolle Ideen unterstützen wollen. Im Gegensatz zu Kickstarter findet das aber nicht online statt, sondern in echt. Und das ist ganz schön praktisch, weil einem damit gleich die größte Hürde genommen wird: Überhaupt eine nennenswerte Menschenmenge mit seinen Ideen zu erreichen.

Diese Woche kann man sich noch bewerben! Und das solltet ihr auch tun, wenn ihr eine Idee habt, an die ihr glaubt! In Amerika funktioniert das Konzept sehr gut und jetzt darf Berlin zeigen, was es kann! An lokalen Supportern dürfte es jedenfalls nicht mangeln..

Astmabrücke in KW

Input 2014#30 – Digitale Produkte

iPhone 5 Homescreen

Zeig’ mir deinen Homescreen

Für meinen Homescreen habe ich schon seit Jahren ein System, mit dem ich wirklich sehr zufrieden bin. Das möchte ich gerne mal mit euch teilen. Noch mehr Homescreens gibt es bei der Blogparade von Mobile Things. 

Hintergrund

Mein Hintergrundbild ist ein Schnappschuss aus San Fransisco: Schöne Erinnerungen und eine schöne Perspektive.

Dock

Im Dock sind die allerwichtigsten Sachen, auf die man in jeder freien Minute zugreift.

  • Facebook
  • Tweetbot
  • Einstellungen
  • WhatsApp

Screen 1: Essentials

Hier sind die Sachen die ich zumindest irgendwann am Tag benötige. Insgesamt alles Services, die schnell verfügbar sein müssen. Deshalb verwende ich auch keine Ordner auf dem ersten Screen. Ordner brauchen viel zu lange um sich zu öffnen. Da ist man schneller nach rechts geswiped.

  • Nachrichten
  • Kamera
  • Fotos
  • Telefon
  • App Store
  • Google Maps
  • Podcasts
  • Amazon
  • Chrome
  • Endomondo
  • Instagram
  • Feedly
  • Threema
  • FahrInfo
  • Spotify
  • Evernote
  • Nike Running
  • WordPress
  • Moves
  • Gmail

Screen 2: Der Rest

Hier finden sich soziale Netzwerke oder Services von Unternehmen, die man nicht so häufig benötigt. Hier habe ich das dann auch in Ordnern zusammengefasst. Diese Sachen benötigt man so selten, dass es wichtiger zu wissen ist, wo sie sind, als sie schnell aktivieren zu können.

  • Dienste (Deutsche Bahn, Post, Cahsgroup, .. )
  • Apple-Apps (aMil, Wetter, .. )
  • Social (Vine, Foursquare, Skype, ..)
  • Kalender
  • Official F1
  • PAYBACK
  • Safari
  • Remote
  • Hangouts
  • Regen?
  • S Bahn Berlin
  • SKRWT
  • Drive
  • Yo
  • Slingshot

Screen 3: Spiele

Hier sind meine Spiele. Zugegeben, sieht etwas armseelig aus. Renne hier nur noch den ganz großen Trends hinterher, denn ich spiele lieber auf dem iPad. Das hier ist wirklich nur ein Notnagel, wenn man z.B. auf jemanden wartet.

  • Flappy Bird
  • 2048
  • Timberman

Fazit

Der Service ist wichtiger als die Plattform. Auf meinem Homescreen sind nur die wichtigsten System-Services. Bis auf die Podcast-App nutze ich keinen wirklichen Service von Apple sondern immer nur unabhängige Drittanbieter. Ich kann also jederzeit auch mal auf Android wechseln, ohne Daten zu verlieren. Aber ich rege mich dann immer sehr über den Podcastclient dort auf.. ;) 

Scharbeutz Strand

Input 2014#29 – Der Sinn des Lebens.

Der deutsche WM-Kader/Kater.

Input 2014#28 – Spiekermann, Zuckerberg und Wissenschaftsethik.

Verfolgen Sie das WM-Geschehen über soziale Netzwerke?

Verfolgen Sie das WM-Geschehen über soziale Netzwerke?

Die ONEtoONE fragte mich: Verfolgen Sie das WM-Geschehen über soziale Netzwerke und kommentieren Sie persönlich über ihre eigenen Social-Media-Accounts?

bb Verfolgen Sie das WM Geschehen über soziale Netzwerke?

Verfolgen Sie das WM-Geschehen über soziale Netzwerke und kommentieren Sie persönlich über ihre eigenen Social-Media-Accounts?

Die Antwort ist bereits aus der Vorrunde – aber immer noch aktuell!

Weidende Katzen

Input 2014#27 – Rankings, ROI und Rocketscience.

  • 7 veraltete Rankingfaktoren – Sehr gut geschriebener Artikel. Bei Punkt 7 war ich wirklich verwundert: Social Signals haben immer noch keinen Einfluss auf  das Google Ranking?
  • Why We Stopped Focusing on Direct Social Media ROI: A New Way of Viewing Conversions – Ja. Man kann halt nicht alles in Conversions messen. Einiges im Marketing ist halt nun mal longtail und branding.
  • Betsy Hoover’s Keynote at webinale 2014 - Perfekt für Sonntage: Keynotes von Konferenzen anschauen. Ist fast immer ziemlich konzentrierte Inhalte und inspirierende Menschen. Hier ist die Keynote der Webinale über die Digitalstrategie der Obama Kampagne. Wenig fancy techy Zeugs aber ziemlich down to earth Argumente, was gerade in unserer Gesellschaft abgeht. Absolut keine Rocketscience, aber Grundlage für alles was wir machen.
Der Playstation Custom Tab bei Youtube

Die Sache mit den Youtube Custom Tabs

Vorraussetzungen

Benötigt wird ein (einmaliges) Mediainvest von 40.000€, auszugeben innerhalb von 90 Tagen. Was aber meiner Meinung nach auch total Sinn macht. Traffic auf Youtube bekommt man ja vor allem durch die Suche nach Inhalten und durch soziale Netzwerke wie Facebook. Niemand (außer Agenturen und Markenunternehmen, die gerade so etwas bauen), geht auf einen Kanal aus reinem Selbstzweck.

Programmierung

Die Programmierung ist im Prinzip das gleiche wie eine Facebook Tab / App, von denen wir schon 500+ gemacht haben. Nämlich eine (responsive) Website, die im Kanal dort in einem iFrame eingebettet wird.

  • Google gibt vor, bei welchen Breiten diese responsive Site umbrechen muss
  • Es muss HTML5 sein, kein Flash.
  • Custom Tabs funktionieren nur auf Desktop, nicht mobil.
  • Man darf nicht das Look und Feel von Youtube-Seiten (Suche, etc.) kopieren.
  • Man darf keine Cookies setzen. Außnahme nur für Videospiele und Alkohol, um das Alter zu speichern.
  • Man darf keine iFrames einbinden. Das heißt: Keine Like-Buttons.
  • Grundsätzlich sind andere Social Networks aber nicht verboten. Ein Share in Facebook würde gehen.

Inhalte

  • Video Content nur von Youtube
  • Player ebenfalls nur von Youtube
  • Das Youtube Wasserzeichen muss immer sichtbar sein
  • Es muss immer gestartet und gestoppt werden können.

Gewinnspiele

  • Lokales Recht beachten
  • T&C, Privacy Policy Pflicht (wie bei Facebook Gewinnspielen auch)
  • Falls es ein Contest ist, können die Rechte des eingereichten Materials nicht an den Veranstalter übergehen.

Prozess

  • Das Konzept muss vorher mit dem Google Ansprechpartner abgestimmt werden, bevor man überhaupt anfängt zu entwickeln.
  • Und bevor das ganze live gehen kann, muss es ebenfalls von Youtube abgenickt werden. Dafür sollte man eine ganze Woche einplanen. Plus noch Zeit für Verbesserungen und erneuten Approval. Am besten den Implementierungsprozess erst nach Kontaktaufnahme mit Google final definieren, da das auch mal sehr variieren kann.

Sinn

Hört sich ja alles total spannend an. Das man seinen Kanal mit einem komplett selbst gestaltbaren Tab schmücken kann. Wirklich hübsch! In der Realität muss leider der Sinn des ganzen etwas angezweifelt werden. Die meisten Nutzer gehen selten direkt auf einen Kanal, weshalb das Media Investment auf jeden Fall nötig ist, um überhaupt Traffic auf den Custom Tab zu bringen. Zusätzlich ist die fehlende mobile Verfügbarkeit auch ein großes Manko. Andererseits denke ich, dass mobil der Besuch von Kanälen noch geringer ist als auf dem Desktop ohnehin schon, da man dort einfach nicht so am “stöbern” ist sondern sich Sachen anschaut, welche im Newsfeed Facebook sind.

Aber über die Relevanz von Youtube-Kanälen, Facebook Pages und der sinkenden Relevanz von Homepages als Startseite werde ich an anderer Stelle nochmals mehr schreiben.  Falls ihr trotzdem noch Inspiration für euren Youtube Custom Tab sucht: Best Practices gibt es beim Youtube Brand Channel Leaderboard.

Nachtrag

Kleiner Nachtrag von Kris: YouTube behält sich das Recht vor, die Spezifikationen für die Custom Tabs jederzeit zu ändern. Heißt: Wenn ein Tab fertig ist,kann es sein, dass von einen Tag auf den anderen plötzlich YouTube ein Design-Update aufspielt und der Tab nicht mehr schick ist.

Sonne in Berlin

Der letzte Ratgeber, den ihr braucht.

Ich habe schon echt viel gelesen. Sogar relativ viel auf Papier und im Kontext von Tech Unternehmen. Unter anderem: Wie Jack Welch General Electric zum Erfolg führte*, wie Apples Agentur Chiat Day arbeitet*, wie Google gewachsen ist*, wie AKQA und Nike zusammen arbeiten*, wie man sich selbst motiviert*wie Angewohnheiten gestrickt sind*, wie man mit Fundamentalisten diskutiert*wie man Präsentationen strickt*, wie man technische Veränderungen in Organisationen implementiert*was man tun sollte wenn Worte nicht mehr funktionieren* und wie die fast sämtliche andere Gründer ihre Firmen groß machten*.

Das sind alles Bücher die ich gelesen habe. Und ich kann auch jedes einzelne davon wirklich empfehlen. Mal abgesehen von vielen kleinen Inspirationen haben aber alle Bücher, alle Ratgeber und alle Methodiken eines gemeinsam:

  1. Eine Vision haben, was man erreichen möchte.
  2. Einen Plan machen, wie man es erreichen kann.
  3. Den Plan verfolgen, bis man es geschafft hat.

Mal abgesehen von den Anekdoten und den interessanten Persönlichkeiten: Mehr ist es nicht. Aber warum verkaufen diese Bücher sich dann so gut? Weil es trotzdem niemand schafft, aber das Versprechen der Ratgeber groß ist. Doch die Ablenkung ist allgegenwärtig. Niemand kann sich heutzutage noch konzentrieren, außer eine Deadline steht bevor. Dann muss es ja.

Dabei ist es so einfach. Wenn man für andere arbeitet, wie wir als Agentur, dann hinterfragt man ganz selbstverständlich die Ziele und berät den Kunden, welche Ziele überhaupt erstrebenswert sind. Aber schon bei den eigenen, ganz persönlichen, Arbeitsmethoden hinterfragt man viel zu selten, was gerade der Wert ist, den man beiträgt.

Dabei kann es ganz schön viel bringen. Zwei Beispiele:

  1. Vor einem Meeting: Einfach nochmals 5 Minuten zu nehmen um sich eine Agenda zurechtzulegen, was man mit dem Meeting überhaupt erwirken möchte.
  2. Vor einer Präsentation: Was will ich, dass die Leute mitnehmen?

Deshalb mein Appell: Hinterfragt euch selbst mehr. Bevor ihr den nächsten Ratgeber lest, nutzt einfach nur dieses Mantra: Was ist das Ziel?